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Pop Art oder wie die 50er die Zukunft veränderten

Es war die Zeit des Aufbegehrens – die 50er. Auf der Bühne tobte der 4/4-taktige Inbegriff von Protest (Rock `n´Roll), in der Literatur taten sich Werke wie der „Fänger im Roggen“ hervor und auf der großen Leinwand sah man James Dean in „…denn sie wissen nicht, was sie tun“ als DEN Underdog schlechthin. Spätestens 1955 war es dann vorbei mit der Ruhe des „American Dream“. Chuck Berry, Little Richard und auch der frühe Elvis Presley sorgten mit ihrer Musik und ihren Auftritten für Krach, Chaos und Sittenverfall.
Aus einer müden Gesellschaft und einem klassischen Generationswechsel entstand mit der Geburt der Rockmusik der Mythos des selbstgeschaffenen Künstlers. „Es braucht nicht viel um Musiker zu sein… 3 Akkorde, Herzblut und eine schlecht gestimmte Gitarre“, so ließe sich die Einstellung hinter Johnny B. Goode und Konsorten in feine Prosa binden.
 

Die Wurzel aller Farben – das System Pop Art

In diese Zeit der Revolution verhaftet ist die Geburt der Pop Art (kurz für populäre Art). Unabhängig voneinander entwickelte sich in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten eine Kunstrichtung, die mit den Gesetzen der „Altvorderen“ brach und ähnlich rustikal und respektlos wie der Rock der 50er zu Werke ging. Die Pop Art ist bildende Kunst gewordener Rock mit ebenso viel Pathos, Durchsetzungsvermögen und Strahlkraft!

Eine kleine (26 cm x 25 cm) und unscheinbare Collage aus den Händen von Richard Hamilton war es, die den sinnbildlichen Sturm auf die Bastille einläutete. Dieses Werk (Just What Is It That Makes Today’s Homes So Different, So Appealing?) war erst Plakat für die Ausstellung This is Tommorrow (Chitechael Art Gallery in London und danach in aller Munde. Das erste Werk der “englischen” Pop Art trug schon alle Merkmale der späteren Hypes und zementierte das Aufbegehren gegen den Status quo in die Wahrnehmung der kommenden Generationen.
 
 
Auch in „den Staaten“ war es die Underdog-Mentalität des Rock `n´Rolls, welche Pop Art auf den amerikanischen Kontinent brachte. Es war das Aufbegehren und Rebellieren gegen das „Vorbild“ der „perfekten Familie“ und des „perfekten Lebens“. Die Kunstform war der Spiegel der Gesellschaft abseits des Elitären und Vorbildhaften. Pop Art (so unterschiedlich die Kunstform auch ist) war ein direkter Blick in die Seele einer Zeit.
 

Aus den 50ern in die Zukunft – heile Welt vs. bunte Welt

Die Welt der 50er Jahre war heil, ausgewogen und gefestigt. „Forrest Gump“ als Paradebeispiel geben einen perfekten Einblick darauf, wie sich die Staaten zu diesem Zeitpunkt selbst sahen. Der aufkeimende Konflikt mit Russland oder auch Rassenunruhen im eigenen Land wurden ausgeblendet. Genau in diese Bresche springt die Idee der Pop Art. Die Dinge (Menschen, Geschichten, Kriege, Gegenstände oder einfach den Konsum) so darzustellen, wie diese sind und auf diese Art eine neue Herangehensweise zu schaffen.
Durch Pop Art wurde die „Kunst“ auf eine unerhörte Art entstaubt und auch das letzte Molekül des Elitären wurde mit Farben, Formen und Marilyn Monroe aus ihr herausgeprügelt.

Sinnbildlich für Pop Art ist die ausufernde Verwendung von Farben. Die Pop Art liebt die klaren Primärfarben und das Spiel mit dem Unbunten. Vor allem die comichaften Darstellungen der 60er Jahre spielen mit der Ästhetik der „Groschenhefte“ und arbeiten mit den typischen schwarzen Umrandungen (Outlines). Mit der Ikonisierung von Alltagsgegenständen und der quitschig-bunten Werbewelt attackierte der Pop Art Künstler die scheinbar perfekte Wohlstandsgesellschaft und zeigt mit einfachsten Mitteln, wie brüchig das Eis einer perfekten Welt sein kann.
 

Revival in den 80ern – Chucks, Neon, Lichtenstein

Spätestens Mitte der 60er war Pop Art im Mainstream angekommen und der subversiven Kunstform erging es wie jeder Revolution, wenn sie angekommen ist, sie schlief ein. Es dauerte beinahe 15 Jahre, bis in der Hochphase von Hair-Metall und Gitarren-Soli erneut der „naiven Kunst“ gefrönt wurde. Die Werke von Keith Haring erreichten ab Mitte der 80er Kult-Status und sind bis zum heutigen Tage typisch für die Pop Art Bewegung der 80er Jahre. Die Verschmelzung von Bild-Kunst, Musik, Theater, Konsum und Video fallen ebenso in die Zeit der späten 80er. Die Videoschnitt-Ästhetik und auch die Verbindung von Kunst und Kommerz auf der „großer Bühne“ begann in den 1980er Jahren.
 

Zurück im Licht \(offensichtlich und zitiert\) – Pop Art in der Gegenwart

Auch im Jahre 2019 ist uns die Formsprache der Pop Art geblieben. Farb- und Formelemente begegnen uns nicht nur in Form der zeitgenössischen Werbung! Vor allem in der Ästhetik des „sozialen Kanals“ oder der Underground Kunst wird sowohl die Form als auch der Gedanke der Pop Art fortgeführt.
Zeitlose Meisterwerke aus den Händen von Banksy bringen den subversiven Charakter der „alten“ Pop Art zurück an das Tageslicht der aktuellen Kunstwelt!


 

Wie wir Pop Art wohnen können

  • Leben und lieben Sie Farbe! Bedienen Sie sich in den bunten und kräftigen Farbdimensionen eines Andy W.
     
  • Das Zauberwort heißt Artefakte. Setzen Sie alltägliche Gegenstände in den Mittelpunkt einer „Installation“. Was mit einer Dose Tomatensauce funktioniert, klappt mit jedem anderen Gegenstand.
     
  • Hängen Sie den Nachdruck! Die Original-Prints sind leider unbezahlbar. Aber die Poster-Shops des Internets bieten preiswerte Nachdrucke der besten Werke der Pop Art!
     
  • „Runter mit den alten Zöpfen!“ Proben Sie die Revolution. Funktionieren Sie Möbelstücke um. Aus einem Stuhl, einer Bohrmaschine und einem Bilderrahmen wird eine Kunstinstallation, die verzaubert und verstört!